LOUIS-SEIZE 1774-1793/ROKOKO

Louis-Seize ist eine Stilrichtung der französischen und französisch beeinflussten Kunst und Architektur in Europa, benannt nach dem französischem König Louis/Ludwig XVI (1754-1793). Es ist die Übergangsphase zwischen Rokoko und Klassizismus. Einrichtungen bekamen ab ca. 1774 eine raffinierte Eleganz, die dem Einfluss der französischen Königin Marie-Antoinette (1755-1793) zu verdanken sein soll. Entscheidende Wegbereiter des Louis-Seize waren unter anderem der französische Maler, Zeichner und Ornamentstecher Henri Salembier und der deutsche Kunsttischler/Ebenist Johann Heinrich Riesener.

Typische Merkmale: Sehr wertvolle, exotische Hölzer wie Ebenholz und Mahagoni finden Verwendung, auch als Furnier. Abstrakte Gestaltungen aus dem Rokoko werden durch naturalistische Formen ersetzt. Blumenkörbe, Weidenzweige, Fruchtstäbe, Fruchtgehänge, Girlanden, Bildnismedaillons, Trophäen und Ornamentik verwendet. Die Beine der Möbel sind nicht mehr geschwungen sondern gerade mit rundem Querschnitt und Kannelierung versehen. Eine zeitgenössische Eigenentwicklung ist der Louis-Seize-Stuhl. Ein Lehnstuhl mit gerader, viereckiger, gepolsterter Rückenlehne und Polsterauflagen auf den Armlehnen.