Biedermeier 1815-1850/ Klassizismus/Historismus

Das Biedermeier etablierte sich als der gut bürgerliche Stil im Bürgertum. Die Abkehr von Verzierungen und üppigen Formen. Edle Hölzer, schlichte und elegante Formen, funktionelle Möbel mit klaren, architektonisch geprägten Formen von hoher handwerklicher Herstellung. Das Möbel soll nicht repräsentieren, sondern für den Komfort in der Bürgerstube sorgen, Behaglichkeit verbreiten. Das Biedermeier weist einen eher privaten Charakter auf. Kleinmöbel, wie Nähtische, Kommoden und Sekretäre sind beliebt. Noch beeinflusst vom französischen Empire, wirken sie in ihrer Einfachheit und der klaren Führung aber sehr modern. Biedermeiermöbel gehören zu den beliebtesten Antiquitäten. Diese einfachen, handwerklich hochwertigen, bequemen, ornamental zurückhaltenden Möbel passen nahezu perfekt in die modernen Wohnungen unserer Zeit.

Typische Merkmale: Klare Linienführung, Einfachheit aber hochwertig und funktionell. Gerade spitz zulaufende oder säbelförmige Stuhl- und Tischbeine, gerade Kanten und rechte Winkel. Kubische/würfelformi oder stereometrische/dreidiemensionale Grundformen. Wertschätzung der Furniermaserung. Verzicht auf Ornamente, oder einfache Ornamente antiker Formen, wie Säulen, Kapitelle, Friese oder Lyramotive. Birke, Esche, Birne, Buche und Kirsche sind die beliebtesten Holzarten aber auch Mahagoni und Nussbaum werden verarbeitet.